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[Fakten zur Jagd] | [Gewalt der Jäger] | [Videobeweise] | [Jagd international] | [weiterführende Links] JagdEin Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, ist die Jagd. Viele Leute vertreten die Meinung, Jagd sei aktiver Naturschutz, ohne jedoch über die Misstände aufgeklärt zu sein. Folgende Fakten sind den Internetseiten www.animal-peace.de und www.etn-ev.de entnommen. (Andere Quellen sind unten aufgelistet.)
Die Jagd ist dennoch nicht das einzige Problem der Wildtiere. Ihnen steht immer weniger Platz zur Vefügung: Autobahnen stellen für sie ein unüberwindbares Hindernis dar, Nationalparks werden wirtschaftlich genützt (z.B. als Skigebiete), Felder schränken ihren Lebensraum ein. Letzteres wird vor allem durch die wachsende Nachfrage an Fleisch und anderen tierische Produkten verursacht. Siehe dazu auch Vegetarismus - Proteine pro m2 Anbaufläche. Unsere Art zu leben hat also nicht nur auf Nutz-, sondern auch auf Wildtiere einen großen Einfluss. Der WWF plädiert für die Errichtung von sogenannten "Grünbrücken" über Autobahnen, die Wildtiere als Verbindung zwischen zwei von der Autobahn getrennten Gebieten nutzen können. Siehe dazu auch News - Tierschutzmauer versperrt Schwedenplatz. Laut Wikipedia - Nationalparks in Deutschland sind derzeit nur 0,54% der Gesamtfläche Deutschlands geschützt. Um der Natur ihre Ursprünglichkeit zurückzugeben, muss dieser Prozentsatz dringend erhöht werden. Leider gibt es immer wieder Widerstand durch die örtliche Bevölkerung, durch Unternehmen und durch politische Parteien, die dem wirtschaftlichen Aufschwung mehr Bedeutung beimessen als dem Umweltschutz. Dieser Mangel an unberührter Natur führt dazu, dass sich in Deutschland kaum Raubtiere ansiedeln können. Räuber sind in einem gesunden Ökosystem jedoch von höchster Bedeutung: Sie dezimieren die Wildtierbestände auf natürliche Art und Weise. Erfolgsmeldungen gibt es jedoch, nämlich aus der Lausitz in Ostdeutschland. Dort siedeln sich seit 1998 wieder Wölfe an, nachdem sie bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgerottet worden waren. Derzeit gibt es in der Region rund um den Nationalpark Sächsische Schweiz 40-45 Wölfe (siehe dazu: NABU - Wölfe in der Lausitz). Die meisten Jäger kritisieren die Ansiedlung von Raubtieren, obwohl - wie man an dem Beispiel Lausitz deutlich sehen kann - das Zusammenleben zwischen ihnen und dem Menschen funktioniert. Gewalt der JägerDass Jäger gewaltbereit sind, zeigen einige Videos des Vereins gegen Tierfabriken von einer Jagd nahe Zurndorf (Burgenland/Ö), an der etwa 60 JägerInnen teilgenommen haben. Der VGT schildert diese Vorkommnisse folgendermaßen: "Am Sonntag, den 18. November 2007, südlich von Zurndorf im Burgenland. Ca. 60 erwachsene Männer und Frauen wissen nichts Besseres mit ihrer sonntäglichen Freizeit anzufangen, als durch Felder zu stapfen und mit Schrotladugen auf Hasen zu ballern und ein regelrechtes Blutbad anzurichten. Zahllose Hasen werden angeschossen, kriechen am Boden entlang und schreien dabei herzzereißend wie Kleinkinder, oder werden von auf sie gehetzten Jagdhunden zerrissen. Treiber schlagen mit Stöcken und der Faust auf verletzte Tiere ein, angeschossene Hasen werden aber auch in ihrem Schmerz einfach liegen gelassen."Soweit zum Ablauf der Jagd. Der Höhepunkt ereignete sich, als eine Gruppe von Tierschützern vorort eintraf und gegen dieses Massaker friedlich protestierte. So druckte es der VGT ab: "[...] Bereits im Vorfeld hatte sich herausgestellt, dass in diesem Jagdgebiet illegale Fasanerievolieren geführt werden. überall sind Futterstellen für alle möglichen Tiere und insbesondere Hasen aufgestellt, sodass diese künstlich hergestellte Überpopulation aus ausgesetzten und aufgefütterten Zuchttieren für ein Gemetzel herhalten kann. Dagegen protestierten die tapferen AktivistInnen, im Namen aller Menschen mit Herz und Hirn. Doch die Jägerschaft reagierte mit brutalster Gewalt. Trotz der Anwesenheit von 40 jagdfremden Personen mitten unter der Treibjagd, schossen viele JägerInnen weiterhin auf Hasen, die zwischen den Menschen herumliefen. Einem Aktivisten wurde sogar in seinen Regenschirm geschossen, während er ihn in der Hand hielt! 2 Jäger legten jeweils ihre geladenen Waffen an und drohten zu schießen, würden die Aktivisten nicht weggehen. Am Nachmittag eskalierte die Gewalt der JägerInnen gegen Menschen, die nicht ihre Meinung teilten, vollends. Sie fielen in großer Gruppe über 4 einzelne Aktivisten her, schlugen sie zu Boden und traten sie mit aller Kraft auf den Kopf und den Körper. Sie versuchten auch ihnen die Videokameras und Fotoapparate zu entreißen. 5 JägerInnen wollten sogar einen Aktivisten in ein Jagdauto zerren, offenbar um ihn dort außer Sichtweite zu misshandeln [...]" (VGT, "Tierschutz konsequent", 2/08) Die Videobeweise - aufgenommen vom VGT - gibt es hier:
Jagd internationalBesonders problematisch ist die Trophäenjagd, die vor allem in Afrika und in Mittelasien praktiziert wird. Das beliebte Touristenziel Kenia gehört zu den wenigen Ländern in Afrika, in denen Trophäenjagd nicht gestattet ist. Zwar gibt es dort viele Wilderer, was aber vor allem daran liegt, dass Kenia im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten wie Namibia, Botswana, Sambia oder Simbabwe viele Einwohner hat und dass es an Somalia grenzt, woher viele Wilderer kommen. Besonders beliebte Ziele sind für Jäger die Big Five, zu denen Elefant (gefährdet), Bison, Löwe (gefährdet), Leopard und Nashorn (gefährdet) zählen. Ja, es ist tatsächlich in manchen Gebieten erlaubt, auf diese und viele weitere Tierarten zu schießen. Zwar gibt es Quoten, diese beruhen aber nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern sind von den Regierungen quasi willkürlich festgelegt. Sie schützen also die Bestände nicht notwendigerweise. Jagdtourismus ist mittlerweile zu einem Wirtschaftszweig geworden, von dessen Aufschwung vor allem die Organisationen profitieren, die Trophäenjagden anbieten. Diese Unternehmen werden allerdings von reichen Europäern oder Amerikanern geleitet, demnach kann finanzielle Unterstützung für Entwicklungsländer die Trophäengeilheit der Jäger nicht entschuldigen. Ökotourismus, wie zum Beispiel von der Kenianischen Umweltschutzorganisation COBEC angeboten, hilft den Einwohnern also mehr als Trophäenjagd. Um mehr über die vielen weiteren positiven Effekte von Ökotourismus zu lernen, lesen Sie sich bitte die Präsentation von COBEC durch. Viele Leute argumentieren, dass Trophäenjagden Wilderei reduziert. Wie oben erwähnt gibt es in Kenia zwar Wilderer, aber nicht wegen des Verbots der Trophäenjagd, sondern aus Gründen, die die geographische Lage betreffen. Anstatt "Bekämpfung der Wilderei" als Argument für das Töten gefährdeter Tierarten heranzuziehen, sollte man das Problem anders angehen: So würde zum Beispiel der Serengeti Highway Wilderern viele Möglichkeiten bieten, sich unbemerkt in den Nationalpark (in diesem Falle in die Serengeti) hineinzuschleichen. Weiters leisten die Wildhüter zwar gute Arbeit, es sollte aber dennoch in neue Technologien zur Überwachung der Reservate investiert werden. Dazu sind freilich Förderungen aus dem Ausland notwendig, unter anderem auch Spendengelder. Internet HuntingAls Internet Hunting bezeichnet man eine besonders skrupellose Jagdtechnik: Die "Jäger" melden sich auf einer Internetseite an, bezahlen einen bestimmten Geldbetrag und können daraufhin von ihrem Wohnzimmer eine Schussanlage im Freien steuern. Um sicherzustellen, dass immer genügend Beutetiere vorhanden sind, befindet sich bei den Schussanlagen eine Futterstelle. Der Ursprung dieser abscheulichen aber leider effektiven Methode liegt in Texas.Weitere Informationen gibt's hier
Auch ich habe ein Video zum Thema Jagd gemacht, in dem ich auf die oben angeführten Fakten, auf die Gewalt der Jäger (Videos vom VGT) und auf die Kommentare der Jäger auf Youtube eingegangen bin, wer auf Youtube registriert ist, kann das gerne als Diskussionsplattform benützen. URL: http://www.youtube.com/watch?v=q9BAKZ0Op9Y
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